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Dienstag, 15. Juni 2010

Auf den Mond...

... hätte ich sie schießen können! Gestern. Alle beide! Die Rakte und ihren König.

JEDEN Radfahrer, JEDEN Spaziergänger haben sie angebellt. Ganz zu schweigen von Spaziergängern mit Hunden. :o(

Gestern hatte ich das erste Mal ernsthafte Zweifel. Warum tu ich mir den ganzen Stress überhaupt an? Natürlich hatte ich sofort ein schlechtes Gewissen wegen dieser Gedanken. Spät am Abend habe ich mir noch mal die "Hundehalterschulung 2" angesehen. Und heute habe ich bei der großen Gassirunde dann eine "Futzi-Beobachtung" durchgeführt. Dabei habe ich festgestellt, dass mich mein Futzi ganz schön im Griff hat. Und zwar nicht nur unmittelbar bevor eine schwierige Situation auftritt, sondern permanent. In meinem Kopf läuft eine Art Endlosschleife von Futzi-Filmen. Nun gilt es, diesen fiesen Futzi loszuwerde oder eben einzudämmen. Und ich muss mir mal das Thema "Dekonzentration" erarbeiten. Ich stehe nämlich wohl bei den Gassirunden total unter Strom, weil ich dauer-konzentriert bin auf meine Futzi-Filme.

Weil ich heut so beschäftigt war, meinen Futzi zu beobachten, haben die Hunde fast gar nicht gebellt. Zumindest haben sie keine Radfahrer und Spaziergänger angebellt. Nicht mal die Frau mit dem schreienden Kind auf dem Fahrrad! :o) Also dürfen sie bleiben. Aber den Futzi, ... den schieß ich zum Mond!

Für alle die jetzt nichts verstanden haben... Fragt noch mal nach. Oder wenn ihr daran interessiert seid, euren eigenen Futzi zu überführen und zu überwinden, dann schaut euch doch auch mal die HTS DVDs an.

Sonntag, 11. April 2010

Gestern...



... hatten wir unsere zweite Trainingsstunde mit der Hundetrainerin. Und ich muss sagen, ich lerne richtig viel! Unsere Trainerin ist wirklich super, da haben wir wirklich Glück gehabt! Vor zwei Wochen haben wir uns zum Erstgespräch getroffen. Da war sie zunächst in meiner Wohnung, hat sich angeschaut wie wir leben und hat mir ein paar Fragen zu unserem Alltag, unseren Gewohnheiten gestellt. Danach waren wir direkt im Wald und nach den ersten Hundebegegnungen konnte sie unser Hauptproblem benennen: Frust. Joker ist einfach frustriert, wenn er an der Leine ist und nicht so kann, wie er gern möchte. Und June ist von seinem Gebell meistens so genervt, dass sie am liebsten nur weg will. Wir haben dann angefangen meine "Führungsqualität" zu verbessern. Ich arbeite jetzt u.a. mit Bewegungseinschränkung, beispielsweise müssen die Zwei hinter mir gehen, um ruhiger zu werden. Und das setze ich körpersprachlich um, nicht mit Hilfe eines Kommandos. Und es ist ganz erstaunlich, wie effektiv das ist! Wenn uns nun Hunde entgegen kommen, bringe ich meine Rakete und den König hinter mich, weiche ein Stück aus und wir können so meistens OHNE Gebell weiter gehen. Einfach weil meine Hunde ruhiger sind und merken: "Die macht das schon für uns da vorne!" Ich sage euch, ich hatte in den letzten zwei Wochen die angenehmsten Waldrunden seit Januar! Nun haben wir gestern weiter an der Bewegungseinschränkung gearbeitet, allerdings mit stärkeren Reizen (Trainerin lockt die Hunde, Felldummy, Stöckchen werfen etc). Außerdem habe ich den richtigen Umgang mit der Schleppleine gelernt (Rückruf, Richtungswechsel, Umkehrkommando,...). Ich habe jedenfalls gestern wieder gemerkt, dass ich ganz wundervolle Hunde habe. Beide lernen in einem rasenden Tempo (verzeihen mir auch wohl den ein oder anderen Fehler) und vor allen Dingen wirklich gerne. Joker begreift immer unglaublich schnell, worum es geht und orientiert sich sehr stark an mir. Unsere Trainerin meinte, dass es schon erstaunlich ist, wie sehr Joker auf mich fixiert ist, wie gut er hört und wie aufmerksam er während des ganzen Spaziergangs ist - dafür, dass er erst drei Monate bei mir ist und dafür, dass er ein Straßenhund war. *FREU* Anfang Mai geht es weiter, dann haben wir unsere dritte Stunde. Bis dahin werden wir das Gelernte umsetzen und vertiefen. Wir sind eben gute Schüler! ;o)